Über uns

Der Kindergarten Rappelkiste startete 1993 mit acht Kindern in einem Hinterhof im Weberviertel in Babelsberg, später im Jahr 1999 zog dieser in größere Räumlichkeiten nach Zentrum Ost. 

Im September 2004 eröffnete dort auch die Aktive Schule Potsdam ihre Pforten. Die Schule entstand aus dem Wunsch heraus, die Neugier und das große Interesse der Kinder an der Welt weiterhin zu erhalten und die Kinder in ihren Entwicklungsprozessen zu begleiten. 

Für die wachsende Zahl der Kinder wurde es auch in Zentrum Ost alsbald zu eng und so war es uns eine große Freude, als wir im September 2007 unser eigens – mit viel Elternengagement saniertes Gebäude in der Waldstadt beziehen konnten. 

Kindergarten und Grundschule bieten 70 Kindern einen geschützten und entspannten Lebens- und Entwicklungsraum. Wir vertrauen grundsätzlich in das Bedürfnis des Menschen sich zu entwickeln, zu wachsen und zu reifen. Wir trauen Kindern selbstbestimmtes Leben und Lernen zu. Die Kinder erleben bei uns Vertrauen und Annahme in ihrer Ganzheit, mit ihren Schwächen und Stärken, mit Freude, Wut und Trauer. Sie können ihren Bedürfnissen und Interessen nachgehen: in ihrem eigenen Tempo, draußen und drinnen, alleine oder in der Gruppe, mit oder ohne Begleitung. Denn es geht selbst darum die Initiative zu ergreifen, Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie zu Fehlern führen, also Schwierigkeiten auf sich zu nehmen und sich selbst dabei zu vertrauen.

Die Erwachsenen begleiten sie dabei und nehmen sich Zeit:

  • Zeit, die Kinder zu beobachten, ihnen zuzuhören und sie in ihren kognitiven, sozialen und emotionalen Prozessen zu begleiten
  • Zeit, die Konflikte der Kinder zu moderieren
  • Zeit, immer wieder vorwurfsfrei an die notwendigen Regeln und Grenzen zu erinnern
  • Zeit, um die Räume und das Gelände den Bedürfnissen der Kindern entsprechend reichhaltig und naturverbunden zu bestalten
  • Zeit für Austausch und Reflexion untereinander
  • Zeit für intensive Elternarbeit 
  • Zeit, die eigene Begeisterung für Kinder immer wieder zu reflektieren und mit den Kindern zu teilen 

Unser Projekt soll weiter wachsen, der Aufbau einer Sekundarschule ist geplant. 

Vorstand / Organisation

Der Rappelkiste e.V. ist ein durch die Angestellten getragener Verein, der den Kindergarten Rappelkiste (gefördert durch die LH Potsdam), den Hort der Aktiven Schule Potsdam (gefördert durch die LH Potsdam) und die Aktive Schule Potsdam (genehmigte Ersatzschule 106320 in BRB, gefördert durch das MBJS) in Trägerschaft betreibt.

Den Vorstand des Rappelkiste e.V. bilden derzeit: Donat Abraham, Ismene König, Gunnar Pötzsch, Stefanie Schütz und Claudia Wenzel.

Von den Eltern der betreuten Kinder wünschen wir uns die Organisation im eigenen und selbstbestimmten Förderverein des Rappelkiste e.V.. 

Den Vorstand des Fördervereins bilden momentan: Janin Daum, Anja Rivoir und Stefanie Schütz

Team

Donat Abraham

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Barbarita Castillo Proenza

Barbarita Castillo Proenza
Barbarita Castillo Proenza

Mein Name ist Barbarita Castillo Proenza , ich bin älter als gestern, aber jünger als morgen.

Ich bin keinem Märchen, sondern der Karibik entsprungen.

Wärme und Güte sind mir eigen, ich tanze gerne mit den Kindern einen Reigen.

Erzähle ihnen von allem, was ich weiß und für’s leibliche Wohl gibt es mehr als nur Reis.

Auch dem Zeichnen und Musizieren wollen wir Freude abringen; und ganz nebenbei kann ich den Rappi’s etwas von meiner Muttersprache beibringen.

Gemeinsamkeit als hehres Ziel, fördern wir durch Bastelei und Spiel.

Ich vermittele gerne Spaß und vor allem Freude an unsere lieben kleinen Rappi-Leute

Eure Rappi – Fee Barbarita

Evelin Damm

Barbarita Castillo Proenza
Evelin Damm
Ich bin 1961 am Wasser geboren. In der Erinnerung an meine Kindheit sehe ich Bilder von den letzten Trümmergrundstücken, die damals unsere Lieblingsspielplätze waren. Ich habe sehr idyllische Eindrücke vom Land. Wir ritten mit unseren Ponys auf den Auen, bauten uns Baumhäuser am Altrheinufer oder überquerten im kalten Herbst das sumpfige Gewässer mit einem alten Zinktrog und trugen im Frühjahr Kaulquappen in Einmachgläsern nach Hause. Mein Leben war draußen am schönsten.
Meine ersten Jahre in Kindergarten und Schule waren schrecklich. Später hatte ich eine sehr liebevolle Lehrerin, bei der ich mich sehr wohl fühlte und in Ruhe lernen konnte. Ich glaube, die guten Erinnerungen an sie waren ganz entscheidend für meine Berufswahl. Ich studierte von 1982 bis 1988 an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 1991 startete ich nach dem 2. Staatsexamen an einer Grundschule im Taunus. Es war ein guter Ort mit einer eigenen Sporthalle, einem Schwimmbad, einem Sportplatz und einem nahe gelegenen See im Wald. Trotz großer Klassen ließ sich der Schulvormittag entspannt gestalten mit Wochenplan, Freiarbeit, Spiel, viel Bewegung und Entdeckung im Freien. 1995 wechselte ich für eine Planstelle an der Sekundarstufe an eine Integrierte Gesamtschule mit offenen Lernformen, Wahlfächern und damals ganz neuen Betreuungsformen wie Projektlernen und Klassenrat. Obwohl ich mich dort sehr wohl fühlte, wechselte ich in eine gleichartige Schule an meinem Wohnort. 2003 musste ich eine Pause einlegen, verlegte mein Leben auf die Kanarischen Inseln, kehrte 2005 nach Süddeutschland zurück und besuchte ab Januar 2006 Seminare in Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Parallel erteilte ich Nachhilfe in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch. 2008 erlangte ich in Augsburg die Heilerlaubnis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.
Im Oktober 2010 wurde ich Großmutter, wollte in die Nähe meiner Familie und begab mich auf die Suche nach einer freien Schule im Berliner Raum. Ich fand den Internetauftritt der Aktiven Schule und beschloss mich zu bewerben. Als Lehrerin der Sekundarstufe hatte ich schlechte Karten, aber ich konnte mit einem Cambridgezertifikat zum Glück für das Fach Englisch eingestellt werden. Mein Wunsch ist es, alle Kinder zu erreichen mit einem vielfältig vorbereiteten Fremdsprachenangebot, das sie gerne nutzen und laufend das Material zu verbessern, mit dem selbständiges Lernen gut möglich ist.

Stefanie Droese

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Karsta Enderling

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Moco Finke

Moco Finke
Moco Finke

Ich bin Moco Finke und 1969 in München geboren. Erst seit 2011 gehöre ich zum Schulteam der Aktiven Schule, die ich mir jetzt nicht mehr wegdenken möchte.

Lange Zeit war das Reisen ein wichtiger Punkt in meinem Leben - auch mit einem längeren Aufenthalt in Südfrankreich. Während ich in München Grafikdesign studierte, wurde mir bewusst, dass ich mit Kindern zusammen arbeiten möchte. Ich entschied mich für ein weiteres Studium als Kunstlehrerin mit den Lernbereichen Deutsch / Sachkunde in Berlin. Dann auf der Schulsuche für meine drei Kinder in Potsdam entdeckte ich die Montessori-Pädagogik als Alternative. Nach meinem Berufseinstieg an einer Regelschule bot mir die Montessori-Pädagogik einen neuen Weg. Ich machte meine Ausbildung bei Claus Kaul, während ich die Praxis im Montessori-Kinderhaus als Erzieherin, Kinderyogalehrerin und Mutter erlebte.

In der Aktiven Schule habe ich endlich im Sprachenbereich die Möglichkeit, Sprache mit künstlerischen Idee zu verbinden und dabei die Kinder auf ihrem Weg mit Respekt, Liebe und Freude am Leben zu begleiten!

Jessica Ihlein

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Ismene König

Norbert Müller

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Gunnar Pötzsch

Gunnar Pötzsch
Gunnar Pötzsch

Mein Weg zur Rappelkiste wirkte in der Erinnerung immer sehr verschlungen, bevor eine ehemalige Ruderin mir vor Kurzem in einer Laudatio bewies, dass es wohl doch schon lange mein Anspruch war, Umgebungen für selbstbestimmtes Lernen vorzubereiten und auch zu halten.

Nach einer langen Periode mit unsicheren Orientierungsversuchen zwischen Schule, Ausbildung zum Schornsteinfeger, dem ehrenamtlichen Engagement für Kinder und Jugendliche im Ruderklub am Wannsee und einem sehr technisch- wirtschaftlichen Studium an der TU Berlin siegte irgendwann die soziale Ader. Ich bewarb mich mit knapp dreißig für eine Zivildienststelle, bewusst im Altenheim und merkte schnell, dass meine Leidenschaft in der sozialen Arbeit liegt.

Es schloss sich ein Studium der Rehabilitationswissenschaften an der HU Berlin an, welches sich lange hinzog, weil meine Frau und ich die Idee gut fanden neben dem Studium zwei Söhne zu bekommen mit großem Anspruch an die Beziehung zu begleiten.  Prägte der Kinderladen Runkelrübe in Berlin Steglitz am Anfang noch stark die Begleitung der Kinder und unsere Entwicklung, kamen wir auf Umwegen in der Rappelkiste in Potsdam, für die wir auch unseren Wohnort hierher verlegten.

Der sehr intensive Emanzipationsprozess von und mit meinem Vater hat mein starkes Interesse am Hinterfragen von Männerbildern  und am begleiten von männlichen Prozessen begründet. Ein kleiner Umweg führte mich über die Arbeit im Berliner Strafvollzug mittlerweile zum Verein Manne e.V., wo ich mich in meiner Freizeit in der Phoenixzeit, bei der Begleitung heranwachsender Jungen, engagiere. Von den Erlebnissen in diesem Rahmen profitiert in meiner Wahrnehmung ganz besonders die Jungenarbeit in unserer Aktiven Schule.

Die Familie haben wir mittlerweile durch eine Tochter abgerundet, die im großen Altersunterschied den Jungen nachfolgte. Alle meine Kinder stellen mich jeden Tag vor neue Aufgaben auf dem Weg zu einem gleichwürdigen Verhältnis von Kindern und Erwachsenen. Immer häufiger gelingt es mir die dafür notwendige Dankbarkeit und Wertschätzung zu spüren und auch zu kommunizieren.

Sandra Uhlig

Ich heiße Sandra Uhlig, bin am 6.10.1976 in Potsdam geboren. Der Weg der Rappelkiste und meiner sind seit 1999 miteinander verwoben. Damals waren wir als junge Eltern auf der Suche nach einem passenden Ort für unsere Tochter Ronja, geboren 1997 – einem Kindergarten abseits vom Weg des Üblichen. Wir wussten damals vor allem, was wir nicht wollten. Ich hatte bereits an der Freien Universität Berlin begonnen Erziehungswissenschaften (sowie Soziologie und Psychologie) mit der Studienrichtung Kleinkindpädagogik zu studieren. Ich beschäftigte mich seitdem intensiv mit verschiedenen Reformpädagogischen Ideen und Positionen, der Entwicklungspsycholgie und Neurobiologie und verschlang Bücher der sogenannten Vertreter des Radikalen Konstruktivismus, wie H. Maturana, G. Roth, H. Förster und Jean Piaget. Im Jahr 2005 habe ich dieses abgeschlossen.

Im September 2001 begann ich im Kindergarten "Rappelkiste" zu arbeiten und bin seitdem Stück für hineinwachsen in dieses Sein mit Kindern und Erwachsenen. Bei Klaus Caul habe ich im Jahre 2003 einen Montessori-Kurs absolviert und viele Jahre gehörte es für mich dazu im Sommer ein Seminar von Mauricio und Rebeca Wild zu besuchen. Einige ihrer Gedanken begleiten mich noch heute, geben Anlass zur Auseinandersetzung und ich erinnere mich noch sehr genau an meine Aha-Effekte mit dem Bruchrechenmaterial oder beim Kubikwurzelziehen. Mit der Schwangerschaft und Geburt von Mara im Jahr 2008 habe ich mich noch einmal zur intensiven Auseinandersetzung mit den Entwicklungsprozessen in den frühen Lebenjahren hingezogen gefühlt und habe einen einjährigen Pikler Grundkurs bei Ute Strub und Andrea von Gosen besucht. Als ich Gerald Hüther dann das erste Mal hörte, dachte ich "ja wir sind schon auf dem richtigen Weg". Ja, wir leben hier in einer Welt, die stetig im Überangebot ist, versucht uns zu manipulierenen und mit der Befriedigung von Ersatzbedürfnissen ruhig zu stellen. Und wir leben auch in einer Welt, in der uns stetig die Liebe in den kleinen und großen Wundern unseres Lebens begegnet. Wir können entscheiden, welchen Weg wir gehen. 

Heute bin ich mir bewusst, dass es eine durchaus große Herausforderung sein kann eine entspannte Umgebung für Kinder zu schaffen, die es Ihnen ermöglicht sich aus eigenem innerem Antrieb und in ihrem Tempo ihren Entwicklungsprozessen zu widmen. Dieser stelle ich mich immer wieder aus ganzem Herzen. Ich begleite heute Kinder im Schulalter an der Aktiven Schule Potsdam in ihren Entwicklungsprozessen, gebe ihnen Nähe, ermögliche Zugehörigkeit und schaffe Raum für Wachstum und Autonomie. Ich geniesse es dabei meine eigenen Interessen und langjährigen Erfahrungen einzubringen und auch ich selbst befinde mich stetig im Prozeß des (Weiter-)Entwickelns. So hat auch meine Begeisterung z.B. für die Kreativität, die Pflanzen- und Tierwelt, die verschiedenen Lebensweisen der Menschen auf der Erde in Vergangenheit und Gegenwart ihren Raum. Ich liebe es vorbereitete Umgebung zu schaffen, thematische Angebote zu kreieren und jeden Mittwoch mit in den Wald zu gehen. Die Begegnung und Arbeit mit den Eltern ist mir ebenso wichtig. Für mich ist das pädagogische Konzept der Aktiven Schule Potsdam keine Methode, die man erlernt und anwendet, sondern Ausdruck einer grundsätzlichen Haltung dem Leben und seinen Lebensprozessen gegenüber. 

Der Kontakt zur Natur ist mir in meinem Leben sehr wichtig, Verbundenzusein mit der Quelle allen seins. So geniesse ich es ans Meer und in die Berge zu fahren und seit dem Januar 2014 in unserem riesengroßen, wunderschönen Garten in Langerwisch zu sein und Stück für Stück einen Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu erschaffen. Ein großer Heilkräutergarten, Bienen und ein Feuerplatz liegen mir dabei besonders am Herzen.

Antje Wenzel

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Claudia Wenzel

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